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"New Moon - Und wieder ein selbstloser Mann" (996 Zugriffe)

fh schreibt über "Bis(s) zur Mittagsstunde" von Stephenie Meyer
typ:.folder:.file:. Das gute Buch des Monats Januar

Und es geht weiter. Auch hier zieht der gute alte Werbeslogan eines sehr beliebten Schokoriegels. Kuschelvampir Edward und seine Bella sind auch im zweiten Band ein glückliches Paar. Tick Tack Bella. Die Uhr läuft. Die gute Frau wird schließlich nicht jünger, aber ihr unsterblicher Freund bleibt für alle Ewigkeit wunderschön und faltenfrei. Das beschäftigt die mittlerweile 18-jährige und sie möchte gar nicht erst mit Anti-Aging Produkte anfangen, sondern einfach ihr Gesicht und Körper einfrieren lassen und zwar nicht von Schönheitschireugen. Kurzum: Bella will auch Reißzähne haben. Doch Edward will sie nicht aus dem menschlichen Dasein reißen und weigert sich. Ein Zwischenfall, bei dem Bella fast das Abendmahl von Jasper Cullen geworden wäre, veranlasst Edward dazu sich von ihr zu trennen. Aus reinem Schutz für sie. Oha, was für eine Überraschung, auch hier mal wieder ein „selbstloser“ Mann: „Ich bin nicht gut für dich“, „Du hast etwas Besseres verdient“. Bla bla. Komisch, diese Sätze kennen die Herren der Schöpfung alle. Manchmal stimmen sie sogar, auch wenn sie eigentlich selbst nicht glauben, was sie da von sich geben. Saugen die das mit der Muttermilch auf?! Und wann sagt ihnen endlich mal jemand, dass das keine Frau glaubt?! So auch Bella nicht.

Jedenfalls verschwindet er mit seiner Familie und lässt sie allein. Zerstört, wütend, traurig, verzweifelt, innerlich leer, tot. In der Reihenfolge beginnt Bella sich für Adrenalin zu interessieren, da sie in diesen gefährlichen Momenten Edward „sehen“ kann, wie er sie warnt. Ihr ist im Grunde egal, was mit ihr passiert. Der einzige bei dem sie sich annähernd „heile“ fühlt, ist Jacob, der Indianerjunge, der nebenbei auch noch zu einem überdimensionalen Wolf mutieren kann. Er verliebt sich in sie, aber sie kann diese Liebe nicht erwiedern. Dennoch schützt er sie vor der Vampirfrau Victoria (aus dem ersten Band bekannt), die den Mord an ihren geliebten Sadisten James rächen will, indem sie Bella tötet. Durch einen unglücklichen Zufall denkt Edward, Bella sei tot und reist nach Italien zu den Volturi, um sich von ihnen vernichten zu lassen. So einfach ist das nämlich nicht für einen Vampir mit Sonnenschutzfaktor. Die Volturi sind die Königsfamilie der Vampire und sorgen dafür, dass die Existenz ihrer Spzies geheim bleibt. Dieses Geheimnis schützen sie um jeden Preis. Wem das nicht gefällt, sollte schon mal sein Testament machen. Alice, die Schwester von Edward überzeugt Bella mit nach Italien zu reisen, um die Tragödie a la Shakespare zu verhindern. Der potenzielle Selbstmörder will sich dem Sonnenlicht aussetzen, sodass die Menschen sehen, dass er keiner von ihnen ist (zur Erklärung: Die Vampire von Stephanie Meyer funkeln wie Diamanten im Sonnenlicht, und das so auffällig wie Leuchtreklame.). Bella rennt natürlich im letzten Moment zu ihm, um ihn davor zu bewahren. Noch einmal für die männlichen Leser: DAS ist selbstlos!

Leider haben die Volturi Wind davon bekommen und nun wird von ihnen entschieden, dass auch Bella in nächster Zeit zum Vampir werden muss, da sie das Geheimnis kennt. Edward erkennt, dass er ohne Bella nicht leben kann, egal, wie gefährlich es für beide ist und kehrt mit seiner Familie zurück. Am Ende wird zum Leidwesen von Edward beschlossen, dass Bella eine von seinesgleichen wird. Um den ganzen die Krone aufzusetzen und das Buch komplett unrealistisch zu machen, bittet er sie, seine Frau zu werden, dann würde er und nicht jemand anderes sie verwandeln. Na, wenn das nicht mal selbstlos ist, was? Das zweite Band der Saga wiegt eine Tonne. Eine Tonne Herzschmerz. Es wird sehr detailliert beschrieben, wie sich Bella nach der Trennung fühlt, was auch nachvollziehbar ist, aber das Schlimmste für alle Leser: Dreiviertel des Buches ohne Edward??? Was bitte sollte das denn??? Nun gut, jetzt ist das Kind in den Kessel gefallen und wir müssen damit leben. Das Ende ist für alle Romantiker ein Hochgenuss und alle heiratsscheuen (so auch für Bella) ein Schock. Dennoch bleibt es ein Stephenie Meyer Buch und büßt nichts von seinem Zauber ein. Das Buch lässt sich wie schon sein Vorgänger einfach weglesen. Bestimmt kein intellektueller Hochgenuss, aber solide Unterhaltung, die überzeugen kann. (fh)


Letzter Kommentar von fh:
So. Und wem das Buch zu schnulzig ist, der hat noch nicht den Film dazu gesehen. ;-) Das i... Kommentare ansehen (1)



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